Dienstag, 9. Juli 2013

Malaysia und Kuching

So, da sind wir wieder. Wir haben gerade ein wenig Zeit und haben uns entschlossen, die zu nutzen, indem wir euch (und uns selbst spaeter) von unseren Abenteuern erzaehlen. In diesem Teil wird's um unsere Reise in Malaysia gehen. Angereist sind wir via Helsinki, Hong Kong und Kota Kinabalu nach Kuching, der Haupstadt des Gebietes Sarawak auf Borneo. Das Umsteigen in Kota Kinabalu war relativ sinnlos - wir sind innerhalb einer Stunde ausgecheckt, immigriert, wieder eingecheckt und am Ende auf denselben Plaetzen im gleichen Flugzeug gelandet... Unser Gepaeck ist uebrigens in Hong Kong geblieben. Wir hatten auf diesem riesigen Flughafen nur 30 Minuten zum Umsteigen, wurden direkt mit Namensschild abgeholt und mussten die gesamte Strecke rennen. Wir haben es geschafft, unser Gepaeck nicht :D Aber weg von den Reisestrapazen hin zu den schoenen Dingen des Lebens. Und die beginnen, sobald man aus dem Flugzeug aussteigt. Das Wetter ist tropisch, wer haette es gedacht. Auch nachts ist es nie kalt oder auch nur kuehl, man ist permanent nur am Schwitzen, und es ist natuerlich unfassbar schwuel. Trotzdem ist das Wetter sehr angenehm! Uns gefaellt's gut :) Abgesehen davon ist das Erste, was uns aufgefallen ist, die Freundlichkeit der Leute. Alle sprechen mindestens ausreichend Englisch, bieten ihre Hilfe an, winken auf der Strasse, gruessen freundlich. Als Berliner erscheint einem solch ein Verhalten ungewohnt und wir haben uns auch kurz gefragt, ob man nicht veraeppelt wird, aber nein, das ist alles ehrlich gemeinte Freundlichkeit!! Wir waren foermlich schockiert und sind es eigentlich immer noch. Das Hotel, das wir uns ausgesucht hatten, war klein und eher rustikal, doch die beiden netten Jugendlichen, die das offenbar alleine gemanaged haben, haben uns gut gefallen. Nachdem wir allerdings in drei Naechten zwei mal eine Frontalbeschallung von der Disko gegenueber abbekommen haben, haben wir uns dann doch entschieden, umzusatteln und in ein cooles Backpackerhostel zu ziehen. Von dort aus machen wir taeglich Ausfluege in die umliegenden Nationalparks. Man kann alle davon mit normalen Bussen erreichen, die Eintrittspreise sind moderat und die Parks oft sehr sehenswert. Unser erster Ausflug ging in den Gunung Gading-Park, in dem es die groesste Blume der Welt zu sehen gibt, die Rafflesia. An dem Tag, an dem wir dort waren, bluehten sogar zwei gleichzeitig. Der Durchmesser kann wohl bis zu einem Meter betragen, unsere waren mit 60-70cm kleiner, aber immernoch beeindruckend.
Abgesehen von diesen Blumen, die einem von einem Guide gezeigt werden (muessen), gibt es dort schoene und ein wenig anstrengende Wanderwege, die einen durch den Wald an drei Wasserfaellen vorbeifuehren. In einem von diesen haben wir auch baden duerfen - Nasser wird man dadurch zwar nicht, aber erfrischend war es sehr. An Tieren haben wir dort nicht besonders viel gesehen, hauptsaechlich Echsen (meist groessere Eidechsen) und v.a. Schmetterlinge. Es gibt hier eine schier unvorstellbare Menge an Schmetterlingsarten, eine schoener als die andere. Die meisten lassen sich nicht gut photographieren, aber was einem hier so ueber den Weg fliegt, ist einfach der Wahnsinn. Der zweite Ausflugstag hatte den Kubah-Park als Ziel. Dieser ist wohl bekannt fuer die enorme Zahl von Pflanzenarten, die dort zu finden sind. Nach einer Stunde des Wanderns haben wir einen 10m-Wasserfall erreicht, unter den man sich stellen konnte. Mal wieder eine willkommene Erfrischung nach den Strapazen, die die Wanderungen durch das bergige Gelaende darstellen. Unterwegs haben wir wunderschoenen, schwuelheissen Regenwald durchquert, den unserer Meinung nach groessten Tausendfuesser aller Zeiten gesehen, dem Laerm der Zikaden und Voegel gelauscht und einfach den Gesamteindruck genossen. Die Wanderung zog sich ueber einige Stunden hin. Dabei laeuft man uebrigens durch sehr verschiedenartige Arten von Waeldern. In den Taelern ist der Wald sehr feucht und gruen, weiter oben hingegen deutlich trockener und mit viel kleineren Baeumen ausgestattet. Die in den Taelern sind aber auch unbeschreiblich gross. Meist sieht man von unten die Kronen nicht, weil Palmen und Buesche die Sicht versperren, aber 40-50 Meter haben hier quasi alle Baeume. Am Ende der Tour kamen wir im Matang Wildlife Center an, einer Einrichtung, die versucht, aus der Gefangenschaft kommende Tiere an die Wildnis zu gewoehnen. Insbesondere kuemmern sie sich auch um Orang-Utans! Wir haben aber nur einen gesehen, weil wir ein wenig spaet dran waren... Das war's fuer's Erste, (vermutlich) morgen schreiben wir mehr ueber die restlichen bisherigen Tage. LG, die gluecklichen Reisenden

Kommentare:

  1. Hallo ihr Lieben,

    schön, dass ihr euch gemeldet habt, es euch gut geht und die Reise genießt. Wir sind schon auf die anderen Fotos gespannt, die Blume sieht auf dem Foto ziemlich unecht aus.
    Hier ist inzwischen auch Sommer, sehr warm am Tag, aber angenehm kühl in der Nacht, sodass wir euch um das Wetter nicht beneiden.

    Seid ganz lieb gegrüßt

    Kathrin und Christian

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  2. Barbara und Wolfgang10. Juli 2013 um 20:12

    Liebe Reisekinder, habt Ihr den Felsen von unseren Herzen fallen hören, als wir erst per SMS und nun per Blog erfuhren, dass Ihr glücklich angekommen seid und Euch einen asiatischen Traumurlaub organisiert? Allein die Beschreibung der Papillons ist märchenhaft, mein Favorit aber ist die Riesenblüte. Ist Euer Gepäck inzwischen da? Wie löst Ihr das mit der Wechselwäsche? Wahrscheinlich mit Hilfe der Wasserfälle... Wir freuen uns auf den nächsten Bericht und beneiden Euch natürlich ein bißchen, für uns heisst es arbeiten und jede freie Minute den Umzug vorbereiten, naja, fast jede.Oma Elisabeth und Opa Klaus habe ich Euren ersten Bericht vorgelesen, sind ganz aus dem Häuschen und lassen herzlich grüßen.Auch wir beide senden Euch liebste Grüße und umarmen Euch- Küßchen und bye bye

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