Samstag, 19. Februar 2011

Jetzt gehts los!!!

Huhu ihr alle :)

da bin ich wieder und es gibt viel zu berichten. Ich hatte gestern meine ersten zwei Vertretungsstunden!!! o_O Mir wurde morgens mitgeteilt, dass ich in der 4. und 5. Stunde Vertretung in einer 3. und 5. Klasse habe. Da dachte ich mir: ach du meine nase, was mach ich denn mit denen?

Zuerst war ich in der 5. und hab aber vorsichtshalber schon mal die Stunde davor bei denen verbracht, um mir ein bißchen ein Bild machen zu können. In der Stunde hatten sie auch Vertretung und durften machen, was sie wollen. Dabei bekommt man natürlich nicht den besten Eindruck... :) Hab dann mit ihnen (Mama sei Dank!!!) Französisch gemacht ;) Welch Überraschung werdet ihr sagen, aber für Bio oder Chemie ist mir spontan nix eingefallen, die haben die beiden Fächer ja auch noch gar nicht. Also hab ich schön, so wie Mama es mir erzählt hat, Sachen an die Tafel geschrieben wie Hallo, ich heiße..., wie gehts dir? mir gehts gut, ich mag ... Hab sie dann ein bißchen gefragt, wie sie heißen, wie alt sie sind und sie dann einen Brief schreiben lassen, in dem sie sich vorstellen. Die haben sie mir dann gegeben, ich hab sie gemischt ausgeteilt und sie haben eine Antwort geschrieben. Ich würde sagen, eine halbe Stunde lang hats gut geklappt (vor allem die Mädchen waren sehr interessiert), aber dann hat die Konzentration nachgelassen und die Jungs haben mit Knete geschmissen. Hab sie erstmal machen lassen und kurz vor Stundenende mit böser Miene auf deutsch aufgefordert, alles was im Klassenraum rumlag, einzusammeln. Das haben sie dann auch gemacht :)
Habe also auf Spanisch Französischunterricht gemacht, schon lustig.

In der dritten Klasse haben sie grade Lars der kleine Eisbör gelesen und ich sollte mit ihnen Verbkonjugationen üben, Fragen zum Text machen und Vokabeln zum Buch. Ging ganz gut, war irgendwann aber auch unheimlich laut. Naja, ich habs überlebt.

Die Chemielehrerin hat mir schon gesagt, was für Stunden ich in ihren Klassen machen kann. Übernächste Woche Polymere und danach ein bißchen Biochemie (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße). Sie hat nur die Oberstufe, die eigentlich ziemlich ruhig und diszipliniert sind. Das wird bestimmt klappen. Den Chemieunterricht auf Spanisch versteh ich ziemlich gut, weil viele Vokebeln die gleichen sind und ich ein paar andere durch Nachschlagen schnell rausgefunden habe. Aber wie gesagt, das Niveau ist hoch in den LKs, aber ich hatte ja uch nie Chemie-LK, deswegen ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich die Sachen in der Schule nicht behandelt habe.

Gestern Abend sind wir (also ziemlich viele Lehrer der Schule) nach Suchitoto gefahren, eine 50 km entfernte Stadt. Auf dem Weg dahin hab ich dann San Salvador mal bei Tageslicht gesehen und es ist wrklich nicht sehr einladend. Unheimlich arm, dreckig, gruselig. Da möchte und sollte man wohl nicht alleine rumstromern. Das finde ich aber ziemlich doof, weil wir in Südamerika überall alleine rumlaufen konnten und nie Angst hatten. Hier würde ich mir das überlegen. Man fühlt sich ein bißchen gefangen.
Suchitoto ist dagegen so, wie ich es aus Südamerika kenne, klein, nicht gefährlich und ruhig (so ist es natürlich nicht überall in Südamerika aber man fühlt sich einfach sicher). Und es war mit 32 °C auch ziemlich warm, obwohl mir die Wärme bisher wenig ausmacht.

Hoffe, bald mal was mit den jüngeren Lehrern und Prakikanten zu machen, vielleicht klappt es ja noch dieses Wochenende. Ulli hat erzählt, dass er schon viel mit den anderen unterwegs waren, die sind zum Strand gefahren oder in andere Städte. Wollten eigentlich was für nächstes Wochenende planen, aber da ist hier die Vorstellung der Unis, also kann ich nicht weg. Ulli wohnt 10 Minuten zu Fuß von der Schule entfernt in einer Familie und meinte, ich kann da wohnen, wenn er in 3 Wochen abreist. Bis dahin mach ich mich auf die Suche nach einer Übergangslösung, um näher an der Schule bei jüngeren Kollegen wohnen zu können.

Übrigens, sehr peinlich. Wollte vorhin in mein Zimmer (ich wohne in einem Einzelzimmer, dass einen separaten Eingang hat und ein Bad). Das Zimmer hat außen keine Klinke... und ich hatte drinnen den Schüssel stecken lassen... SEHR peinlich (aber irgendwie auch SEHR typisch für mich). Also mussten sie mit Schraubenziehern die Tür aufmachen, was auch geklappt hat, aber peinlich ist es trotzdem...

Achso, in Suchitoto waren wir bei einem Cellokonzert von Götz Teutsch, einem Philharmoniker aus Berlin. Das war wirklich schön. Vorher gabs noch die sehr lange salvadorenische Hymne, die deutsche und die von Sochitoto :)

UIUIUI, hab grade eine Einladung an den Strand bekommen mit Übernachtung bis morgen :) wie cool, freu mich. so schnell hätte ich nicht damit gerechnet.

Sven, du musst leider noch ein bißchen auf Photos warten, aber bisher gibts auch nur wenig spannende :) Bin ja erst 2 Tage da und noch nicht viel rausgekommen.

Ganz liebe Grüße an euch alle!!!! (bin grad in Hochstimmung)
UND hab heute Nacht geträumt, dass ich nochmal kurz nach Hause geflogen bin und alles holen kann, was ich vergessen habe :) (hab zu wenig T-Shirts mit und keine kleine Tasche)

Bis Bald!!! Schreibt mir,

anita, niti, nita, aniti :))))))))

Donnerstag, 17. Februar 2011

Anita in der Schule

Hallo, da bin ich schon wieder. Heute war ich in der Schule :)
Habe gut geschlafen, war zwar ein paar mal wach und hab dran gedacht, dass in Deutschland schon Aufstehzeit ist, konnte aber immer wieder gut einschlafen. Um 5:45 Uhr hat mich der Wecker geweckt, denn um 6:15 Uhr gibts Frühstück und um 6:30 Uhr ist pünktlich Abfahrt, mein Tee war noch heiß und fast hätte ich nicht mehr mitfahren dürfen :) Aber morgen weiß ich Bescheid und werde schneller trinken.

In der Schule (die mit dem Auto keine 10 Minuten entfernt ist) wurde ich gleich von allen ganz herzlich begrüßt und sie haben auch gleich überlegt, ob ich nicht bei jüngeren Kollegen wohnen könnte. Mal sehen, was sich da noch ergibt. Ich habe auch den zweiten Praktikanten getroffen, Ulli aus Paderborn, der Spanisch und Sozialkunde studiert. Vielleicht kann ich mich ja ein bißchen ihm anschließen, damit ich noch was seh von dieser Stadt.

War dann in der ersten bis sechsten Stunde.

1. Stunde: Chemie-LK 12 (spanisch)
2. Stunde: Bio Klasse 9 (spanisch)
3. Stunde: Chemie LK 11 (spanisch)
4. Stunde: Chemie GK 10 (deutsch)
5. Stunde: Geschichte 11 (deutsch)
6. Stunde: Chemie GK 10 (deutsch)

Hab also schon viel gesehen, und wenn ich jeden Tag 4 Chemiestunden sehe, bin ich in 2 Wochen mit hospitieren fertig ;) Aber das wird mich wohl nicht daran hindern, in alle Klassen mit reinzugehen. Die Chemielehrerin ist Holländerin, etwas älter und sehr nett. Ich denke, ich werde wohl fast immer in ihre Stunden gehen und wenn sie Freistunden hat in andere Klassen.

Die Schule fängt wohl so früh an, weil hier mittags um 1 nach der sechsten Stunde schon 3ß °C sind. Aber in der Schule selbst ist es sehr angenehm, vielleicht schon etwas kühl. Die ist zwar nicht klimatisiert, aber anscheinend ganz gut gebaut. Es gibt auch Ventillatoren, aber klimatisiert ist sie nicht. Ist ja auch gut, sonst werd ich noch krank. Aber zu meiner großen Freude schwitz ich mich nicht tot (nicht mal ein kleines bißchen) :)

Zum Mittag bin ich jetzt mit dem Direktor nach Hause gefahren, es gab Bratwurst, Kartoffelsalat und frischen Salat. Werd wohl heute nicht mehr in die Schule fahren, da es maximal bis um 3 Unterricht gibt, hier aber um 14:45 Uhr noch eine Kaffeepause.
Vielleicht mach ich ein Schläfchen.
Vielleicht arbeite ich auch lieber an meiner doofen Chemiehausarbeit, die ich in den nächsten 3 Wochen machen muss.

Morgen Nachmittag gehts wohl mit dem Auto in eine andere kleine Stadt zu einem Cellokonzert, wobei ich sie begleiten darf.
Und dann ist ja auch schon Wochenende. Also vielleicht sollte ich mich morgen noch schnell mit anderen verabreden, um nicht das ganze Wochenende zu verpassen.

Der Chemieunterricht in den Leistungskursen ist übrigens echt anspruchsvoll, manche Sachen hab ich zwar mal gemacht, aber wieder vergessen. Zum Beispiel Reaktionskinetik aus physikalischer Chemie und ganz viele Definitionen von Enthalpien usw... :) Gut, dass mich keiner fragt. Aber immerhin kann ich noch Redoxgleichungen ;)

Ein Experiment hab ich heute auch schon gesehen, und nächste Woche experimentieren auch die Leistungskurse. Dadrauf freu ich mich schon.

Die Schüler sind freundlich, haben aber bisher kaum Kontakt aufgenommen. Ich wollte huete auch nicht schon durch die Klassen gehen, während die arbeiten, es ist schließlich mein erster Tag und ich wollte erstmal nur gucken.

Ich hoff, ich kann mich bald wieder melden. Vielleicht wirds morgen nichts, wenn wir weg fahren, aber am Wochenende gibts bestimmt Neuigkeiten!

Liebe Grüße an euch alle.

Anita :)))))))))

Ich bin da!

Hallo ihr Lieben,

ich habe es geschafft und bin nach 20h Reise in El Salvador angekommen.
Bin jetzt ganz schön fix und alle und muss gleich ins Bett, denn morgen geht die Schule los und zwar schon um 7:10 Uhr, jeden Tag!

Die Zeit im Flugzeug ist total schnell vergangen. Bin erst eine Stunde nach München geflogen und hab nur geschlafen, sodass es mir nur wie 5 Minuten vorkam. Auf dem Transatlantikflug saß ich neben einem Finnen, der auch ein bißchen Englisch konnte und stolz erzählt hat, dass sein Sohn (der hinter uns saß) im Herbst nach Berlin fährt.
Es gab unglaublich viele Filme und jeder hatte einen kleinen Bildschirm vor sich. Das war cool, hab 4,5 Filme geguckt :) Sogar einen ganzen auf Spanisch, um mich schonmal einzustimmen. Hab auch etwas verstanden, aber nicht sehr viel. Auch von den Leuten auf dem Flughafen und so hab ich nur wenig verstanden... *schade* Fand es sehr überraschend, dass es in Miami quasi einen spanischsprachigen Terminal gibt, die gehen schon davon aus, dass da nur Spanischsprachler ankommen. Sie waren auch ganz gelassen und haben um 17 Uhr mit dem Boarden angefangen für meinen Flug, der um 17:15 Uhr losfahren sollte. Während dieses Fluges hab ich auch nur geschlafen und bin nur zufällig wach geworden, als grade Essen verteilt wurde. Sie waren schon vorbei, haben mich aber noch bemerkt und mir ein warmes Käsesandwich spendiert :) Auf dem langen Flug gabs 2x warmes Essen, das auch sehr lecker war. UND es gab ein Stück Schokoladenkuchen zum Nachtisch (soviel zu meinem Vorsatz hier nicht dicker werden zu wollen!!!), das war unglaublich lecker :)

Wurde von der Frau des Direktors abgeholt und wohne jetzt bei denen im Gästezimmer. Sie hat aber gesagt, wenn ich bei jungen Lehrern wohnen will, dann kann ich das jederzeit tun. Vielleicht findet sich ja noch ein spanisch sprechender Lehrer, bei dem ich dann ganz viel Spanisch lernen kann.

Übrigens: es ist warm hier! In Miami haben sie angezeigt, dass in San Salvador 38°C sein sollen. Als ich hier abends im Dunkeln ankam, waren es immernoch 24 °C. Das Flugzeug war aber so kalt, dass ich meinen Winterpullover mit Kaputze, meine Jacke und meinen Schal anziehen musste und trotzdem gefroren habe. Das passiert hoffentlich so schnell nicht wieder.

Ich glaube, viel mehr gibts noch nicht zu erzählen, morgen kommen bestimmt viele neue Sachen auf mich zu.

Liebe Grüße an euch alle!!! Anita :))))))

Dienstag, 15. Februar 2011

Auf gehts ins nächste Abenteuer

Morgen geht es um 6:30 Uhr los Richtung El Salvador (San Salvador), wo ich 6 Wochen lang in einer deutschen Schule mein Chemiepraktikum mache. Der Chemieunterricht ist jedoch auf spanisch, sodass ich hoffentlich trotzdem viel lerne.

Ich sollte jetzt wohl meinen Rucksack packen und die tausend Listen abarbeiten, die ich mir gemacht hab, aber bis jetzt liegt alles noch wild durcheinander im Zimmer rum. Ich hoffe trotzdem ganz doll, dass ich nichts vergesse!!!

Morgen gehts dann über München und Miami nach El Salvador, wo es übrigens immer 6h früher ist.
Ich hoffe, mir wird nicht langweilig im Flugzeug und ich kann viel schlafen.

Es ist ein komisches Gefühl, ganz alleine so weit und lange zu reisen, aber das haben ja auch schon andere vor mir geschafft.

Nach 3 Wochen kommt Thomas, sodass ich dann nicht alleine bin und wir hoffentlich noch zusammen was erleben und entdecken können.

Ich meld mich, wenn ich angekommen bin!!!

anita :)))))))))))))

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Der letzte Eintrag - Quito und Umgebung

Hier kommt noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Eintrag:

Cotopaxi, halb in Wolken gehuellt:



Die grosse Kathedrale, die wir bezwungen haben:




So, auf gehts zur letzten Bericht-Etappe, die sich dieses Mal um Quito und dessen Umgebung dreht.

Den ersten Tag hier haben wir ja in der Stadt verbracht, v.a. in der Altstadt und ein wenig in der Neustadt. Beides haben wir dann nur noch aus dem Bus heraus gesehen, und das Urteil bleibt das gleiche: die Altstadt ist schick, die Neustadt hat gar nichts (ausser Museen) zu bieten.

Am naechsten Tag, dem Montag, waren wir in Mitad del Mundo, dem Ort in der Naehe von Quito, an dem der Aequator touristisch erkennbar gemacht worden ist. Das war schon ganz nett, schliesslich ist man ja nicht alle Tage auf beiden Hemisphaeren gleichzeitig :)



Da man allerdings damit trotzdem nicht den Tag verbringen kann, haben wir uns noch ne Attraktion in der Naehe ausgesucht: einen alten Vulkan namens Pululahua. Nach ein paar Minuten Busfahrt begann ein kurzer Wanderweg von 15min Laenge, der direkt zu einem Aussichtspunkt am Kraterrand fuehrte. Eigentlich haette der Eintritt 5 $ gekostet, aber irgendwie war alles zu und keiner da, also sind wir einfach reinspaziert. Und die Sicht war schon ganz schoen gigantisch. Der Krater war riesig!! Man haette es auch fuer ein grosses Tal ohne Ausgang halten koennen.



Und alles war von kleinen Bueschen und Hochgebirgsbaeumen bewachsen, und die Wolken lagen tief im Krater drin. Teilweise waren wir selbst von Wolken eingehuellt. Der Wind war auch recht kraeftig und hat die Wolkenfetzen in wenigen Metern Entfernung an uns vorbei getrieben, also alles in allem war das sehr beeindruckend. Es gab auch einen Weg in den Krater hinunter, der ziemlich sandig und zum Teil auch steil war, aber nicht allzu schlimm. Anita hatte leider keine Wanderschuhe an, also hat sie sich nach einigen hundert Metern gedacht, dass es auch schoen waere, die Landschaft und die Wolken und das schnell veraenderliche Wetter zu beobachten, ohne dabei laufen zu muessen. Und so bin ich schnell alleine heruntergelaufen, war dann nach 25min im Krater unten und bin dann auch schnell wieder hoch gegangen. Es war natuerlich schoen da unten, viel windstiller, mit ein paar Weiden und Rinderherden und so. Und man konnte natuerlich viel besser die Kraterwaende sehen.
Dann gings zurueck zum Bus und nach Hause.

Am naechsten Tag sind wir mit einer der Hauptattraktionen Quitos, einer Seilbahn, zum benachbarten Berg/Vulkan Pichincha gefahren. Die Stadt selbst liegt auf 2800m, die Station, an der man ankommt, immerhin schon auf 4100m.



Der Gipfel des Vulkans hat ca. 4800m Hoehe. Von der Station aus sind wir also erstmal auf einem durch malerischste Landschaft fuehrenden Weg entlang gewandert (dieses mal mit Wanderschuhen). Der Weg fuehrte immer stetig bergauf, was in dieser Hoehe schon recht anstrengend sein kann. Aber erstaunlicherweise ist man nach ganz kurzen Pausen immer wieder total schnell fit. Man lief auch die ganze Zeit auf einer Art Kamm entlang, hatte also zu beiden Seiten die beste Aussicht.



Und es gab die ganze Zeit viele Pflanzen zu sehen, viele Graeser, Blumen, Strauecher und die dazugehoerigen Schmetterlinge und Insekten und die wiederum dazugehoerigen Voegel. In Europa waere in dieser Hoehe schon laengst nichts mehr los, oder?



Also haben wir uns in 1,5h bis zum Beginn der Kraterwaende gekaempft (4500m), und ab da gab es im Wesentlichen nur noch verwitterte Basaltsaeulen und kaum Pflanzen. Anita war dann schon sehr stolz auf ihre Wanderleistung und beschloss, den Rest mal wieder mir zu ueberlassen. Also ging ich alleine den Rest des Weges bis zum Kraterrand, von wo aus man den gesamten Vulkan plus Umland ueberblicken konnte. Es gab noch eine Art Weg in den Krater, aber da bin ich nur mal 20m rein gegangen. Erstaunlicherweise gab es dort Orchideen und Kolibris und: Schnee! Ich haette immer gedacht, dass Kolibris nur in tropischer Hitze leben, aber doch nicht im Schnee?!
Der Vulkan selbst war quasi die ganze Zeit in dicke Wolken gehuellt, was wieder eine sehr urige Stimmung erzuegte. Zu Anitas Verteidigung muss ich noch erwaehnen, dass der Weg echt unfassbar anstrengend war, sehr sehr steil und sehr sandig. Also ich war schon k.o., und sie haette sicher keinen Spass daran gehabt. Bergab war das natuerlich was anderes :) Im Sand mit grossen Spruengen da herunter zu galoppieren, hat mir schon gefallen :)

Das wars dann im Grossen und Ganzen, heute werden wir noch auf der Plaza Grande ein paar Stunden Zeit totschlagen, und dann gehts los!

Also bis bald!
Liebe letzte Gruesse aus Suedamerika,
Anita & Thomas

Montag, 5. Oktober 2009

nur mal so zwischendurch...

huhu, wir sinds wieder. Haben gestern ja unsere Fahrradtour zum Cotopaxi gemacht und sind abends schon in Quito angekommen.

Gestern gings also nur zu zweit und einem netten Guía losgefahren. Wir hatten uns eine serioes erscheinende Agentur ausgesucht (insgesamt waren wir bei vieren!), die mehrere Touren hatte und wurden von einem netten aelteren engagierten Herren informiert. Er hat uns zur Route auf der Suedseite des Cotopaxi geraten, weil man dort laenger Fahrrad fahren kann und weniger Verkehr und Touristen auf den Strassen waeren. Haben zunaechst an einem Waldstueck angehalten (3500 m hoch!), um uns etwas zu akklimatisieren und sind ein bisschen umherspaziert, waehrend Diego (der Guía) uns ein paar Pflanzen erklaert hat. Sogar ein kleiner Hase ist uns ueber den Weg gehoppelt :) Dann ging es weiter nach oben zu einer Huette, in der wir spaeter Mittag essen sollten (4500 m). Zunaechst sind wir jedoch noch ein bisschen zu Fuss den Berg hoch gestiegen, um eine ganz ordentliche Sicht auf den Gipfel des Cotopaxi zu geniessen. Leider war er den ganzen Tag ueber nie komplett wolkenfrei zu bewundern, aber die Haelfte des schneebedeckten Gipfels haben wir gesehen :) Der Cotopaxi ist der hoechste aktive Vulkan der Welt und das letzte Mal 1906 ausgebrochen. Manche sagen, er braeche alle 100 Jahre aus und fuerchten sich schon, aber er ist zur Zeit wohl noch ganz ruhig, sodass keine Gefahr besteht.
Bei unserem kleinen Aufstieg haben wir auch grosse Lavastroeme und -schichten gesehen und sind auch selbst die ganze Zeit auf Vulkangestein und Asche gelaufen.
Diego war ganz begeistert von Thomas´ Bergsteigerfaehigkeiten und hat ihn eingeladen, naechstes Jahr doch mit ihm auf den Gipfel zu steigen :)

Haben in der Huette ein SEHR leckeres Lunchpaket bekommen und haben uns dann auf die Fahrraeder geschwungen. Ganz so prima wie die von der letzten Tour waren die nicht, aber wir dachten uns, wird schon schief gehen. Nach einigen Metern wurde uns aber klar, dass die Fahrraeder ganz schoener Mist waren fuer so eine Bergabstiegstour: die Bremsen funktionierten eher duerftig und die Schaltung auch nur begrenzt. Ausserdem war die Strecke auch etwas schwieriger als die letzte, teilweise ziemlich steil und mit viel Sand, in dem man nur schwer lenken konnte. Aber nach einem anfaenglichen kleinen Aerger sind wir dann runter und haben uns ueber die tolle Aussicht gefreut. Sind wirklich sehr vorsichtig gefahren, selbst Thomas der Abenteurer! Zwischendurch hatte ich leider einen Platten, aber nach einem mehr oder weniger flotten Schlauchwechsel gabs keine Probleme mehr.
Sind durch winzige Doerfchen gefahren, mit Strohhuetten, Schweinen und der schoenen Bergaussicht. Unser Endpunkt lag in einem tieferen kleinen Waldstueck, in dem ganz viele sehr grosse bis riesige Steine verstreut lagen, die vom letzten Ausbruch stammen. Unsere Abfahrt hat leider nur gute 1,5 h gedauert, statt den versprochenen 3 h, sodass wir uns wieder ein bisschen geaergert haben und ich mir schon saemtliche Beschwerden auf spanisch ueberlegt hab. Bevor wir zurueck gefahren sind, haben wir uns noch einen kleinen malerischen Teich angeguckt und an Eukalyptusfruechten geschnuppert.
Zurueck in Latacunga hat sich der Agenturchef leider kein bisschen fuer unsere Beschwerden interessiert und sie nicht wirklich ernst genommen. Sind also etwas unbefriedigt weiter gefahren.

Heute am Sonntag haben wir die Altstadt und die Neustadt von Quito besichtigt. Wir sind extra frueh aufgestanden, weil der Reisefuehrer schreibt, dass nur morgens Sonnenschein in Quito herrscht und im Laufe des Tages die Wolken kommen. Und er hatte Recht! Unsere erste Station war eine Basilika (die sich als RIESIGE gothische Kathedrale entpuppte), deren Turm wir erklimmen wollten. Wir waren die allerersten und waehrend unten in der Kirche die Gemeinde gesungen hat, sind wir die 300 Stufen plus einige Leitern nach oben geklettert. Wir sind wirklich am hoechstmoeglichen Punkt gewesen, da haben mir schon ein bisschen die Knie geschlottert, zumal die Absicherung doch ausbaufaehig war... Aber die Aussicht war wirklich umwerfend! Man konnte ganz Quito ueberblicken!
Anschliessend sind wir in die Neustadt aufgebrochen, um ein Museum mit ecuadorianischer Kunst zu besichtigen, die bis zu 10.000 Jahre alt war. Es handelte sich hauptsaechlich um Tonarbeiten (Kruege, Figuren, Schmuck und andere Alltagsgegenstaende). Die Sachen sahen auch alle wirklich beeindruckend aus, alles war verziert mit Gesichtern oder hatte Mensch- und Tiergestalt. Es sollte auch eine grosse Goldmaske geben, aber dieser Teil des Museums war leider geschlossen.
Zusaetzlich waren in den oberen Etagen noch Kirchenkunst und zeitgenoessische Kunst ausgestellt, von der mir aber nur die Landschafts- und Personenbilder gefallen haben, die Kirchenbilder sind halt irgendwie immer gleich und ziemlich unspektakulaer.
Ein bisschen sind wir noch in der Neustadt umherspaziert, haben uns dann aber wieder in die Altstadt aufgemacht, um uns noch viele Kirchen und andere wichtige Gebaeude anzugucken.

Quito ist heute wirklich wie ausgestorben gewesen, die meisten Leute haben wir in der Kirche, den Fastfoodlokalen und den Parks und Plazas gesehen, aber die Strassen sind fast menschenleer gewesen. Komisches Gefuehl, mal sehen, wie es morgen wird...

Morgen gehts an den Aequator, zur "Mitad del Mundo" und an einen Vulkankrater. Dienstag wollen wir mit einer Seilbahn auf die umliegenden Berge fahren, und nochmal die herrliche Aussicht geniessen.
Wollen Mittwochvormittag nochmal ins Internet, hoffentlich hat der Laden dann auch geoeffnet :)

Liebe Gruesse an euch alle

Thomas und Anita :))))))))

PS.: Photos gibts heute leider nicht, weil wir ganz spontan ins Internetcafe gegangen sind und das Kamerakabel noch im Hotel liegt.

Freitag, 2. Oktober 2009

Tres días en la selva

Am ersten Tag gings morgens um halb 10 mit dem Auto los, mit einem Fahrer, unserem Guide (der sich Delfin nannte) und zwei weiteren Touris, Denise und Sabrina aus der (deutschsprachigen, wie wir nach 15min herausgefunden haben) Schweiz. Erst klang ihre Sprache wie... hollaendisch oder so. Wir haben auf jeden Fall am Anfang nix verstanden. Nach einiger Fahrt durch die gruen vom Urwald bewachsenen Berge tat sich so nach und nach das Amazonasbecken vor uns auf, was natuerlich schon ein cooles Gefuehl vermittelt. ENDLICH konnten wir mal richtigen Urwald sehen, wenn erstmal auch nur aus der Ferne. Unsere erste Haltestation war ein kleines Reservat, in dem Affen, aber auch Schlangen wie Boas und so auf ihre Auswilderung vorbereitet wurden. Sie haetten sogar schon einfach weglaufen koennen, es gab nur einen winzigen Zaun, aber auf dem "Baumwege" haetten sie locker fliehen koennen. Aber mit Touris und fertigem Essen und Pflegern finden sie es wohl auch angenehmer, und so konnten wir uns bestimmt 20 Minuten mit den Affen beschaeftigen. Und die konnten einen echt auf Trab halten. Alle klettern auf einem rum, einer hat mich an der Hand gefuehrt, um mir irgendwas zu zeigen, ein junger Affe hat Anita ein bisschen in die Nase gebissen (die Ohren blieben auch nicht verschont ;) ), und so weiter.


Sooo, hier sind wir wieder mit unserem vorletzten Bericht! Seit dem letzten Mal ist mal wieder einiges geschehen, wie ihr euch denken koennt. Also auf zum Resumee.



Es hat also echt "tierischen" Spass gemacht, und wir haetten da locker noch einen ganzen Tag verbringen koennen. Aber nach einiger Zeit sind wir weitergefahren zu unserer ersten Uebernachtungsstelle, einer Siedlung von 5 Haeusern am Fluss, quasi mitten im Wald und neben einem Reservat.



Kaum angekommen, gabs schon das erste Mittag, das von Delfin zubereitet wurde. Spaghetti mit ner total leckeren Gemuese-Huehnchen-Sauce. Von dem Essen werden wir noch oefter schreiben, weil der Mensch SO ein guter Koch war, das war unbeschreiblich. Und frisch gestaerkt haben wir dann in Gummistiefeln unsere erste Wandertour in das Naturschutzgebiet nebenan gemacht. Ich hab mir noch gedacht, dass das total unnoetig ist, extra Gummistiefel anzuziehen, aber naja, man machts halt mit. Und nach den ersten paar Metern hat sich dann gezeigt, wozu die da waren: Die Haelfte des Weges bestand aus Matsch oder Fluessen. Auf dem Weg habe ich dann einen an Land befindlichen Aal gefunden, den wir dann ins Wasser gesetzt haben, einen riesigen Tausendfuesser,



ganz ganz viele exotische Pflanzen, von denen uns bei sehr vielen erklaert wurde, wozu die Eingeborenen die verwenden, und und und. Unser Guide ist, wie die Bilder schon verraten, ein Indianer, der auch im Wald aufgewachsen ist und einfach mal alles kennt. Er kann alles, weiss alles und macht sogar alles!! Das war wirklich total klasse, dass wir ihn abbekommen haben.
Nach ein oder zwei Stunden haben wir dann das Ziel dieser Wanderung erreicht, einen total schoenen Wasserfall mit zugehoeriger Lagune, in der man baden konnte.



Es war zwar ein wenig frisch, aber hey, man badet ja nicht so oft im Regenwald in einer Lagune :)
Suesswasserkrebse gibts dort natuerlich auch, wie man hier sieht:



Auf dem Rueckweg haben wir eine besondere Art von Ameisen gezeigt bekommen, die verwendet wird, um Wunden zuzuklemmen, da es ja keine bessere Alternative gibt. Die haben naemlich eine Art Beiss-Reflex, der dafuer sorgt, dass die da bis zu 10 Tagen dran haengen bleiben, wenn man sie nicht selbst entfernt. Die Wunden selbst werden natuerlich mit tausend Pflanzen versorgt, sodass alles steril ist und auch noch schmerzfreier schneller heilt. Also man weiss sich dort zu helfen.
Am Abend gabs dann wieder eine koestliche Mahlzeit, eine Art Frikassee mit Reis und viel Gemuese. Ebenfalls seeehr lecker. Ich wollte danach mal kurz ins Zimmer, um etwas zu holen, und Delfin meinte, wir sollten immer mit einer Taschenlampe gehen. Ich hab mich mal wieder gefragt, wozu das gut sein soll, und nach 2 Metern wurde ich dann belehrt: auf dem Weg vor mir lag eine kleine Schlange. Seitdem liefen wir auch wirklich immer mit Licht :) Delfin meinte dann uebrigens, es waere eine sehr junge Boa Constrictor gewesen...
Wieder zurueck gabs dann eine kleine Ueberraschung als Nachtisch: (noch lebende) riesenhafte Ameisenkoeniginnen. Wolle aber keiner essen :) Dann wurden sie kurz in Oel gebraten, und dann haben eine Schweizerin und ich uns ueberwunden, und das war echt nicht so eklig wie erwartet. Ein bisschen hats nach Honig geschmeckt.



Als wir dann ins Bett wollten, mussten wir noch kurz eine Fledermaus aus der Huette vertreiben, und dann haben wir im Konzert der Insekten und Froesche geschlafen.

Nach dem Fruehstueck am naechsten Morgen sind wir wieder losgewandert, um einen weiteren Wasserfall zu erreichen. Auf dem Weg haben wir wieder den tiefsten Urwald gesehen, den man sich so vorstellen konnte, eine kleine Vogelspinne (alles in allem 10 Zentimeter),



eine Teufelsspinne (die heisst so, weil sie zwei grosse Hoerner hat), und wir haben an einem frisch abgeschnittenen Blatt gesaugt, weil es nach Zitrone schmecken sollte. Nachdem alle gekostet haben, wurde uns gezeigt, warum: in den Blattstielen leben Limonenameisen, die man dann halt raussaugt. So hat also auch Anita ihre Ameisen-Kostprobe bekommen. Dann haben wir einen Drachenblutbaum gesehen, der den Namen bekommen hat, weil eine echt verdammt blutaehnliche Fluessigkeit herauskommt, wenn man ihn anritzt. Besser als Hollywood-Blut. Und wenn man es ein wenig reibt, wirds weiss und fest. Komisch, oder? Dann gabs ein paar Riesenhummeln zu bestaunen, die so etwa... 4cm-Koerper besassen, und wir haben versucht, aus einer bestimmten Pflanze eine Strippe herzustellen, nachdem Delfin uns das vorgemacht hat und fuer jeden eine Kette hergestellt hat, inklusive Anhaenger, den er aus einem Samen hergestellt hat und mit Bildern verziert hat. Wir habens leider nicht hinbekommen :(

Soo, dann waren wir in der Naehe des Wasserfalls am Fluss, konnten "mal wieder" 3 Morphos bestaunen, bei bestem Licht, und die waren sogar so nett und sind direkt an uns vorbei geflogen. Dann mussten wir uns unsere Badenbekleidung anziehen, weil der letzte Teil des Weges im Fluss verlief. Und zwar so tief, dass man bis zur Huefte im Wasser war (inklusive vollgelaufener Gummistiefel). Dann mussten wir endgueltig alles liegen lassen, weil die letzten 20Meter nur durchschwimmbar waren. Ich hab meine Kamera mitgenommen, indem ich einarmig geschwommen bin, aber Anita hat die Kamera verschonen wollen und daher gibts hier keine Bilder. Es war aber echt cool, und in der Mitte stand ein Baum, von dem man herunterspringen konnte (vielleicht 2m oder so). Nach der Badeeinlage haben wir den Rueckweg angetreten und sind (ein bisschen eingeregnet, aber mit Ponchos geschuetzt) so nach Hause gelaufen. Dann gab es mal wieder ein unbeschreibliches Essen, und dann wurden wir in einem Einbaum flussabwaerts transportiert, zum Teil sogar durch Stromschnellen und bedenklich nahe an grossen Steinen vorbei (ohne Uebertreibung: 20cm, aber die Stroemung hat dafuer gesorgt, dass man da nicht so einfach gegen faehrt). Unterwegs haben wir noch vom Boot aus einen Tukan gesehen. Und dann waren wir an der zweiten Unterkunft, die ebenfalls nur aus wenigen Huetten bestand. Nach ein bisschen Freizeit haben wir schon wieder was zu essen bekommen, und nachts haben wir eine Nachtwanderung (ohne Licht, um die Tiere, die wir sehen wollten, nicht zu vertreiben) gemacht. Ebenfalls durch Schlamm und ueber Stock und Stein. Nach einer Dreiviertelstunde haben wir das Ziel erreicht: einen Komplex aus kleinen Tuempeln, in dem es Kaimane geben sollte. Zunaechst haben wir nur ein Paar Augen gesehen, dass das Licht von unseren dann doch angeschalteten Taschenlampen reflektierte. Und schliesslich haben wir einen kleinen Kaiman gefunden, der so nahe am Ufer war, dass Delfin es sich nicht nehmen liess, einen Stock zu suchen und ihn zu jagen. Das hatte nicht so gut geklappt, und dann hat er unsere von ihm angefertigten Ketten genommen, daraus eine Art Schlinge gebastelt und hat ihn dann doch auf echt wundersame Art gekriegt. Wir haetten es nicht fuer moeglich gehalten. Aber hier ist der Beweis:



Das wars dann fuer diesen Tag.

Am naechsten Morgen haben wir nach dem Fruehstueck beobachtet, wie die ganze Familie dort an den Fluss gegangen ist, und sich unter Aufsicht des Dorfopis ans Wasser gestzt hat und erstmal nix getan hat. Dann, nach 5 Minuten oder so, gabs nen lauten Knall, und alle sind wie besengt ins Wasser gestuerzt. Und was sie gemacht haben, war, dass sie durch ne Explosion alle Fische in der Umgebung getoetet haben und dann so um die 8 Kilo Fische aus dem Wasser "gepflueckt" haben. Frueher haben sie das natuerlich konventioneller gemacht, aber auch dort wird man halt modern...
Dann gings los zur letzten Wanderung, die erstmal die Route aus der Nacht nachvollzogen hat, und wir haben eine Pflanze vorgefuehrt bekommen, die perfekte Angelhaken bietet (Katzenkralle genannt), dann gabs noch Kautschuk frisch aus dem Baum und schliesslich hat Delfin von einer Bromelie ein paar Bluetenteile abgeschnitten und uns damit verziert. Ergebnis:



Anschliessend sind wir zu einem Aussichtspunkt aufgestiegen, von dem aus man eine spektakulaere Aussicht auf das Amazonasbecken mit dahinter aufsteigendem Andengebirge hatte. Das sah schon echt cool aus. Wir haben uns da ein wenig in Haengematten ausgeruht und wurden dann mit der Farbe aus irgendeiner Frucht dort bemalt. Dabei kam dann so etwas hier heraus:



Ich hab da oben noch ein bisschen die Umgebung erkundet und einen jungen Nashornkaefer gefunden, der unglaublich doll zubeissen kann, wie ich bemerken durfte (hat sogar ein bisschen geblutet! Haette ich nicht fuer moeglich gehalten...), und zum Abschluss durften wir uns an einem Seil ueber den Abhang schwingen. Leider war Anitas Akku alle, sonst haetten wir davon bestimmt Photos gemacht. Anita hat sich nicht getraut, weils zu hoch war, aber fuer sie gabs dann die Kinderliane, und da gings dann auch :)
Die eine Schweizerin und ich haben dann sogar noch rohe und lebende Ameisenkoeniginnen probiert, aber... das war nicht so gut :) total schleimig und nicht lecker. Aber probiert haben wollte ich das schon.
Dann haben wir mit dem Abstieg begonnen, und nach ein paar Metern konnten wir tatsaechlich einen kleinen Affen sehen, der uns wohl auch spannend fand, und einen Kaiman, der sich gesonnt hat, dann aber gefluechtet ist. Und unten auf dem Gelaende der Unterkuenfte hat Delfin dann eine riesengrosse Wasserschildkroete fuer uns gefangen, die sich im Boden des Sees versteckt hatte. Er meinte, dass sie so 60-70kg gewogen hat. Soo, und dann gabs Mittag (natuerlich Fisch), und so sind wir gluecklich und zufrieden von der Urwaldtour nach Hause kutschiert worden. Am Anfang durften wir sogar hinten auf dem Pickup mitfahren, aber dann mussten wir alle rein...
Wir haben sofort den naechsten Bus nach Latacunga genommen, wo wir jetzt sind, und morgen werden wir wahrscheinlich wieder eine Fahrradtour machen, diesmal am Cotopaxi.

So, das wars dann fuer dieses mal!!

Viele liebe Gruesse, herzliches Beileid fuer die Wahl (wir haben uns natuerlich informiert), und ansonsten bis bald!!

Anita & Thomas