Das letzte Mal hat Thomas ja aus Cuenca am 22.9. berichtet. Meinen Geburtstag haben wir ebenfalls noch in Cuenca verbracht, wollten ja noch die Stadt sehen. Leider gings Thomas am 23.9. gar nicht gut, er hatte morgens Bauchschmerzen, Uebelkeit und musste sich uebergeben, sodass er den restlichen Tag ziemlich schlapp war, aber sich ganz doll angestrengt hat, sich nichts anmerken zu lassen.
Wurde morgens sogar beschert mit einem Paar Ohrringen, einem geknuepften ¨Ecuador¨-Armband und einer lieben Karte :) Im Laufe des Tages kam noch DAS Geschenk ueberhaupt dazu, eine Kette, mit einer kleinen Glasampulle, in der ein Reiskorn schwimmt, auf das unsere beiden Namen geschrieben wurden!!! Hab mich SEHR ueber all die tollen Sachen gefreut. Uebrigens auch ueber all die lieben Glueckwuensche!!! Vielen Dank dafuer!!!!
Haben uns in der Stadt alle erreichbaren Kirchen angeguckt, unglaublich viele schoene alte Haeuser (mit Schnoerkeln und Blumen und und und, wirklich toll),sind dann zum Flussufer gelaufen, dass aber ziemlich unspektakulaer war und haben uns dann aufgemacht in ein Museum, das eine lustige Schrumpfkopfsammlung haben sollte. Das Museum war ueber die einheimische Kultur und Ethnologie und hatte tatsaechlich witzige Schrumpfkoepfe :) Photos waren leider nicht erlaubt, aber wir haben einen Prospekt mit einem besonders tollen Exemplar :)
Mussten uns leider ein bisschen beeilen, um unseren Bus nach Guayaquil nicht zu verpassen. Hab es trotzdem noch geschafft, mir ein leckeres Stueck Geburtstagstorte zu kaufen :)

Sind abends noch in Guayaquil angekommen, der groessten Stadt Ecuadors. Es hatte auch einen Busbahnhof, der mehr an einen Flughafen erinnert hat. Am naechsten Morgen gings wie immer auf zur Stadterkundung. Hab einen tollen Joghurtladen entdeckt und mir noch einen leckeren Mango-Schluerf-Joghurt gekauft :)
Weiter gings in einen Park, der fuer seine vielen Leguane beruehmt ist. Und tatsaechlich war der ganze Park voll mit frei laufenden, grossen Leguanen, die auf Baeume geklettert sind, gekaempft haben (ich habe ein Beweisvideo), sich am Salat satt gefressen haben oder einfach nur faul rumlagen... Jedenfalls eine witzige Sache :)

Guayaquil hat auch eine riesige neu gemachte Uferpromenade (war frueher eine sehr gefaehrliche Stadt und wollte schoene sichere Orte fuer Touristen schaffen).

Die ist wirklich toll, man hat eine herrliche Aussicht, sie haben einen wunderschoenen Garten angelegt mit kleinen Bruecken und vielen schicken Pflanzen, es gibt einen Kinderspielplatz und einen Erwachsenen-Sport-Gesundheits-Parkour, den Thomas sich auch fuer Koepenick gewuenscht hat :) Am Ende der Promenade gibts ein Viertel, in dem lauter kleine bunte Haeuser stehen und das den Berg hinauf zu einem Leuchtturm fuehrt. Es waren ganze 444 Stufen und war ganz schoen anstrengend! Aber die Aussicht war es wirklich wert!
Sind zum Dunkelwerden wieder ins Hotel, weil Guayaquil im Dunkeln nicht ganz sicher sein soll. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine Demo fuer mehr Sicherheit in der Stadt gesehen, abends aus dem Hotelfenster haben wir dann noch eine kirchliche Prozession gesehen, die eine riesige Statue auf nem Auto rumgefahren haben, mit Kerzen unterwegs waren und gesungen haben.
Am naechsten Tag sind wir schon am fruehen Nachmittag weiter nach Riobamba gefahren. Den Vormittag haben wir in einem riesigen Park verbracht, wo dauernd Leute vorbei kamen, die einem einen Plastikbecher voll Cola/Wasser/etc. aus ihrer riesigen 2,5-Liter-Flasche verkaufen wollten :)
Sind am Abend in Riobamba angekommen und totmuede ins Bett gefallen. In der Umgebung von Riobamba gibt es 6 Vulkane, wir wollten auf den Chimborazo (auf Thomas Vorschlag). Wollten eine Eintages-Wander- oder Fahrradtour machen. Haben uns dann fuer eine Fahrradtour entschieden, weil wir uns dachten, da sieht man schneller mehr von der Landschaft und Thomas hatte auch grosse Lust drauf!
Den restlichen Tag haben wir Riobamba erkundet, was eigentlich ziemlich klein und unspektakulaer ist, aber gluecklicherweise war Markttag und an jeder Kirche gabs nen Strassenmarkt. Haben auf dem groessten dann auch leckeres Mittag mit den Einheimischen gegessen und wollten weiter, als Thomas von 5 Frauen bedraengt wurde, die ihn geschupst haben und an ihm vorbei wollten, weil er den Weg blockiert hat... dachten wir. 10 Sekunden spaeter hat er festgestellt, dass sie sein Portemonnaie geklaut haben... Er meinte, er hatte sich schon gedacht, dass die ihn beklauen wollten, hatte aber mehr Angst um seinen Rucksack und hatte das Portemonnaie in der Hosentasche irgendwie verdraengt... Drin war nicht viel, 10 - 15 Dollar und sein Studentenausweis (der nur noch bis zum 1.10. gueltig war). Trotzdem haben wir uns ein bisschen geaergert, dass diese bloeden Frauen Erfolg hatten in dieser doch etwas offensichtlichen Situation (zumindest fuer Thomas). Haben uns dann aber gedacht, dass sie sich sicher aergern, wenn fuer jeden nur 3 Dollar rausspringen, also mir hats geholfen, mich weniger zu aergern :)
Am naechsten Tag gings los zum Chimborazo, mit einem Costaricaner und zwei Neuseelaenderinnen und natuerlich unserem Guide (der supersympathisch war und perfekt englisch gesprochen hat!!!). Auf dem Hinweg hat er uns schon ein bisschen die Route gezeigt und auch sonst superviel zur Umgebung erklaert. Sind bis auf 4800m gefahren und dann noch zu Fuss auf 5000m geklettert, von wo aus man eine tolle Aussicht hatte. Wieder zurueck auf 4800m haben alle ihre Fahrraeder bekommen (Thomas war hin und weg von den tollen teuren Raedern!!), ihre Sicherheitsausruestung (Helm, Knie- und Ellbogenschoner) und auf gings zur ersten Etappe, die 7,5 km lang war und auf der Sandstrasse der Autos den Berg hinab fuehrte. Alle anderen waren fuer mich sofort ausser Sichtweite und so hab ich mich alleine aber mit nem sicheren Gefuehl den Berg runter gewagt. Hat auch voll Spass gemacht, wollte nur nicht schneller fahren, als ich mich getraut habe, um nicht den Berg hinunter zu kullern ;)
Thomas hats natuerlich auch superviel Spass gemacht. Haben uns nach jeder Etappe (7) wieder mit dem Guide getroffen, also wars nicht schlimm, dass ich nicht so schnell war, haben immer alle gewartet :) Hatten 2 Etappen auf der Asphaltstrasse, ein paar im Gelaende, auf denen der Guide mit dem Auto hinter uns gefahren ist und 2, auf denen wir ohne ihn gefahren sind. Verfahren konnte man sich aber nicht. Haben auch zwischendurch angehalten, Photos gemacht und die Landschaft bewundert. Hatten den ganzen Tag tolles Wetter, Sonnenschein, mit kleinen weissen Woelkchen. Haben den Chimborazo aus tausend Perspektiven gesehen und immer wieder war er ueberwaeltigend!!! Das Fahrradfahren hat auch voll viel Spass gemacht, es ging fast nur bergab, sodass man nur lenken und bremsen und auf Steine, Grasbueschel und Sand achten musste. Sind wie schon beim Choro im Hochgebirge gestartet, wo nix wuchs und kamen am Ende auf saftige gruene Wiesen.
Es war echt ein unglaublicher Tag, nach dem ich auch ganz schoen k.o. war!!! Aber es hat sich tausend mal gelohnt!



Sind abends nach Baños gefahren, von wo aus wir morgen zu einer dreitaegigen Urwaldtour starten. Waren heute ein bisschen in der Umgebung wandern, denn Bañon liegt mitten in einem gruenen Tal, an einem Fluss und einem Wasserfall (den wir uebrigens spektakulaererweise direkt vor unserem Hotelfenster haben!).

Morgen gehts also los zur letzten Abenteuertour unserer Reise. Wollen noch zum Cotopaxi, aber das wird wohl keine mehrtaegige Tour. Dann gehts auch schon nach Quito, von wo aus unser Flugzeug am 7.10 startet... voll schnell vergangen die Zeit!!!
Aber bis dahin sinds ja noch ein paar Tage. Schreibt uns weiter viele Kommentare wir freuen uns immer sehr!!! Und wir melden uns garantiert nochmal, um von unserer Urwaldtour zu berichten!
Viele liebe Gruesse an euch alle!!!
Sind bald wieder unter euch :)
Thomas und Anita
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